b_120_120_16777215_00_images_3d-druck_3d_druck_3.jpgNachdem im Dezember 2021 ein 3D-Drucker im Informatikraum installiert worden war, gibt es seit kurzem einen weiteren Drucker, der im Technikunterricht genutzt wird. Der Drucker nebst Tisch und diversen Gerätschaften wurde komplett vom Förderverein finanziert.

Stellvertretend für die Techniklehrkräfte, hat Herr Böing mit seinem Wahlpflichtkurs im 7. Jahrgang bereits ganz praktische Erfahrungen damit gesammelt und diese einmal aufgeschrieben:

Einleitung

Der 3D-Drucker ist in der Schule in vielfältiger Weise einsetzbar. Es bietet sich an wie in unserem Fall den 3D-Drucker zu nutzen, um damit einfache Probleme des Schulalltags zu lösen. Auch zum Drucken von Ersatzteilen, oder Gegenständen für den Technikunterricht eignet er sich gut. Das Arbeiten mit dem 3D-Drucker fördert die Problemlösekompetenz der SuS und ihre Kreativität. Für den einfachen Einstieg bietet es sich an Programme wie Tinkercad zu nutzen. Tinkercad ist so aufgebaut, dass es einfach zu verstehen ist und einen spielerischen Zugang zum 3D-Druck bietet. Wenn man sich dann weitergehend mit dem Programm beschäftigt, bieten sich einem eine Vielfalt an Möglichkeiten des Konstruierens.

Das zu lösende Problem und die Lösung

Für die SuS sind Trennwände für Klassenarbeiten/Tests angeschafft worden, welche in Pappkoffern verpackt sind. An diesen Koffern reißen allerdings des Öfteren die Griffe aus, da sie von innen nur durch eine dünne Plastikschicht geschützt sind.

Die SuS wurden nun beauftragt eine Lösung für dieses Problem zu finden, indem sie den 3D-Drucker nutzen. Weiterhin sollten sie das Problem möglichst einfach und effizient lösen. Ihre Lösungsvorschläge sollten die SuS aufzeichnen. Nach einigem Nachdenken kam eine Gruppe auf die Idee, das Problem durch eine vergrößerte, härtere Unterlage zu lösen. Die Flächen und die Befestigungen vom Griff mussten nun sehr genau ausgemessen werden. Anschließend wurde der Lösungsvorschlag mittels des Programms Tinkercad als 3D-Modell realisiert.

Es wurden verschiedene Prototypen gedruckt und ausprobiert, um weitere Fehler im Produkt zu erkennen und diese zu beseitigen.

Die Unterlagen wurden nun zwischen Karton und Griff eingebracht, an die Stelle, wo der Karton ausreißt. Nun hat man festgestellt, dass die Öffnungen in der Unterlage zu schmal, zu lang und die Unterlage an sich zu klein war.

Über den Beamer wurde an der Tafel das Modell gefertigt und verändert und den SuS dabei das Programm nähergebracht.

Nach nochmaligem Abmessen und mehreren Abänderungen und einer Vergrößerung der Fläche, wurde nun das fertige Produkt erstellt.

Dieses wurde anschließend im Karton angebracht und ausprobiert.

Der Griff hält nun im Karton und reißt nicht mehr aus. Die Öffnung im Plastik wurde schmal genug gewählt, als dass der Griff sich selbst klemmt und nicht mehr rausrutscht.

Anschließen durften sich die SuS selbst am Modellieren versuchen. Die SuS kamen schneller und besser mit dem Programm zurecht als erwartet und erstellten erste Formen und Modelle.

Nachdem die SuS nun Formen erstellen und kombinieren können, werden ihnen die Feinheiten des Programms nähergebracht, um millimetergenau arbeiten zu können und auch Bohrungen zu erstellen. Das Ziel könnte nun sein einen eigenen kleinen Schlüsselanhänger zu erstellen.

Die Dateien aus Tinkercad können einfach in das Programm des 3D-Druckers importiert werden, welches dann eine passende Datei zum Drucken daraus erstellt. Dabei können noch verschiedene Parameter verändert werden und man sieht wie viel Zeit man zum Drucken braucht.







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